Eine große Lithium-Lagerstätte in Zinnwald hat zuletzt sogar Olaf Scholz ins Erzgebirge gelockt. Das Comeback des Bergbaus in der Region hat jetzt ein anderes Projekt eingeläutet.
Kommt der Steiger zurück nach Deutschland? Ein Doktorand an der Niederlassung des Ifo-Instituts in Dresden stellte im vergangenen Jahr diese Frage in den Titel eines Arbeitspapiers zu den Aussichten des Bergbaus in Deutschland. Anlass war eine kurz zuvor aktualisierte Schätzung zum Lithiumvorkommen im Erzgebirge, das die Firma Zinnwald Lithium in den nächsten Jahren im großen Stil erschließen will. Fast eine halbe Million Tonnen des Leichtmetalls, das unter anderem für die Herstellung von Batterien für Elektrowagen benötigt wird, wird im Gestein unter Zinnwald, einem Ortsteil von Altenberg im östlichen Erzgebirge, vermutet. Es handelt sich um eines der größten Lithiumvorkommen in Europa. Die strategische Bedeutung des Projekts für die Versorgung Europas mit Lithium aus eigenen Lagerstätten hat im Sommer sogar Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ins Erzgebirge gelockt.